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Nachrichten > Kultur und Bildung

Mitsingen am Bildschirm ist besser als gar nicht singen


Die Sänger des MGV Liederkranz bei Ihrer ersten virtuellen Chorprobe der Vereinsgeschichte.

(cr) (ah) Die Freude, nach der coronabedingten Zwangspause wieder Chorproben abhalten können, währte nur kurz: Im Oktober hatten sich die Sänger des MGV Liederkranz erstmals wieder zu einer „richtigen“ Probe getroffen

Diese war allerdings mit jeweils nur maximal zwölf Sängern möglich. Somit konnte immer nur eine Stimme proben. Außerdem erforderlich: Vier Meter Abstand zwischen den Sängern. Ein echtes Chor-Gefühl kam dabei nicht auf. Trotzdem waren alle froh, endlich einmal wieder gemeinsam singen zu können – um kurz danach durch den nächsten Lockdown ausgebremst zu werden.

Damit durch Corona das Vereins- und Sängerleben nicht ganz zum Erliegen kommt, war Einfallsreichtum gefragt. Im November probten die Sänger jeweils für sich zu Hause mithilfe von Übe-Aufnahmen, die der neue Chorleiter Fabio Freund eingesungen hatte.
Weil dabei das Gemeinschaftsgefühl fehlte, wurde am 1. Dezember ein nächster Versuch gestartet: die erste virtuelle Chorprobe der 175-jährigen Vereinsgeschichte.
Der Vorstand hatte während des ersten Lockdowns im Frühjahr schon mehrmals seine Sitzungen als Video-Konferenz mit der Software „Zoom“ abgehalten und damit positive Erfahrungen gesammelt, auch Chorleiter Fabio Freund hatte gute Erfahrungen damit. Allerdings war von vornherein klar, dass man damit wahrscheinlich nicht alle Sänger des Chors erreichen wird. Nicht jeder besitzt dazu die technischen Voraussetzungen wie ein Notebook, einen PC oder ein Smartphone mit Internet-Anschluss. Dennoch wollte man es versuchen, um die Gemeinschaft zu stärken. Schließlich hat man dann einen gemeinsamen Termin und kann sich auf diese Weise mal wieder sehen und austauschen. Und es ist auch etwas anderes, den Chorleiter nicht nur singen zu hören, sondern ihn auch zu sehen und Hinweise zum Proben zu bekommen. Allerdings hat auch diese Form der Probe ihre Einschränkungen. Auch hier singt jeder für sich allein: Beim Singen hat nur der Chorleiter sein Mikrofon angeschaltet, alle Sänger müssen es abschalten, denn durch Verzögerungen bei der Übertragung kann kein synchroner Klang entstehen. Eine Kontrolle, ob alles richtig gesungen wird, ist somit nicht möglich. Aber man kann sein Mikrofon einschalten und nachfragen, wenn etwas unklar ist oder man eine Stelle gerne noch einmal wiederholen möchte.
Und letztlich kam dann doch noch ein wenig vorweihnachtliches Chor-Feeling zustande: Fabio Freund hatte von „Herbei, oh ihr Gläubigen“ alle Stimmen eingesungen und zu einem vierstimmigen Chorsatz übereinandergelegt. Zu diesem konnte dann jeder seine Stimme mitsingen. Das klang dann immerhin ein bisschen nach Männerchor. 18 Sänger nahmen an der ersten virtuellen Probe teil, also ein Drittel der Aktiven.
Für die kommenden Wochen sind weitere virtuelle Chorproben vorgesehen, jeweils mittwochs um 19.30 Uhr. Die Teilnehmer der ersten Probe sind sicher wieder dabei, und bestimmt kommt noch der eine oder andere hinzu, vielleicht auch mithilfe von Kindern oder Enkeln, die ihrem Vater oder Opa dabei behilflich sind, oder von Chormitgliedern, die schon dabei waren.

09.12.20

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