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Nachrichten > Kultur und Bildung

Pointen in rasantem Tempo


(Foto: Andrea Koß)

(ak) Kabarett oder Comedy? Das ist ihm ganz egal, er macht es einfach – so Frank Fischer, der am gestrigen Samstagabend in der Galerie Artgerecht auf Einladung des Kulturlabors mit seinem Programm „Meschugge“ gastierte.

Toni Dausch begrüßte als Vorstand des Vereins Kulturlabor das Publikum nach langer, coronabedingter Pause wieder zu einer Veranstaltung. Genutzt hatte das Kulturlabor die Zeit mit der Investition in neue Technik und installierte eine neue Licht- und Ton-Anlage sowie ein Signalmanagement. Dies mit maßgeblicher Förderung durch Leader Regionalentwicklung Neckartal-Odenwald aktiv e.V., einem Förderprogramm der Europäischen Union für ländliche Projektentwicklung.

Fischer weihte die neue Technik ein und nahm sich eine unsortierte Mischung von Themen und Szenen aus Absurditäten des Alltags vor. Er stellte sich vor, was wäre wenn – er die Frage an der Kasse, ob er mit Karte zahlen wolle, bejahen würde und dafür eine Ansichtskarte „Grüße aus Lanzarote“ einsetzte. Oder beim Fußballspiel Kaiserslautern gegen Dortmund im Stadion nach der ersten Halbzeit einen Fan fragen würde: „Entschuldigung, die Dortmunder sind doch die Roten, oder?“
Weiter ging es mit Hilfe seiner Vorstellung von Frauenlogik durch die „Dekoschnickschnackhölle“ eines bekannten Händlers für Dekorationsartikel, was ihm die Zustimmung der meisten Männer im Publikum eintrug.

Auch die Begegnung mit einer querdenkenden und sehr kommunikativen Nachbarin beschrieb er, die jeden in ein freundliches Gespräch verwickle, um dann zwischendurch einzuwerfen, dass die Scheinwerfer der Busse Kameras sind, mit denen alle überwacht werden würden. Er werde darum wohl künftig mit aufgespanntem Regenschirm auf die Straße gehen und die Nachbarin dann freundlich unter den Schirm bitten. Damit nicht von oben die Gedanken ausgelesen werden könnten.
Die Deutsche Bahn hatte ihn auch inspiriert, Fischer sammle Zugdurchsagen. Ihm blieb besonders die Ansage auf der Fahrt zwischen Leipzig und Dresden im Gedächtnis, mit der die angezeigte Ausstiegsrichtung korrigiert wurde. Die sei nicht links, sondern (kurzes Zögern) gegenüberliegend.

Während seiner Tour durch den Alltag vernuschelte er konsequent, wie eingangs versprochen, alles was mit Pandemie und Corona zu tun hatte – ein Abend, der gerade ohne diese Brennpunkte eine wohltuende Abwechslung war.

Ob Telefonate im Zug, ein Waggon voller schlafender Passagiere, der Glaube an Gott und den Osterhasen oder Landhotels mit angeschlossener Metzgerei, der vielgereiste Fischer schöpft aus einem reichen Erfahrungsschatz. Sein Rat lautet: Einfach noch bekloppter sein, als die anderen. Die Ideen dafür scheinen ihm nicht auszugehen, das Publikum meisterte die Herausforderung, die in rasantem Tempo folgenden Pointen zu verstehen und ging den ganzen Abend begeistert mit.

Fischer betrachtete seinen eigenen Abgang an diesem Abend nüchtern und kündigte vorab zwei Zugaben an, die das Publikum trotzdem beglückt erklatschte.

01.05.22

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