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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Flächige Versorgung der Kernstadt soll geprüft werden


(Foto: Hubert Richter)

(cr) Vorbehaltlich einer Bundesförderung soll für die Eberbacher Kernstadt ein Wärmenetz geplant werden. Das beschloss der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 30. Juli.

In der Wärmeversorgung von Gebäuden durch unterirdische Leitungen aus Heizzentralen (Wärmenetze) wird eine zukunftsweisende und klimafreundliche Art der Energieversorgung gesehen. Auf Einzelheizanlagen in den Häusern kann dann ganz verzichtet werden, und die überwiegend aus erneuerbaren Quellen gewonnene Energie kann effizient verteilt und eingesetzt werden.

Die Stadtwerke vergrößern zur Zeit ihr bereits vorhandenes Wärmenetz in Eberbach-Nord. Nun soll auch für die Kernstadt die Möglichkeit einer Nahwärmeversorgung geprüft und geplant werden. Einstimmig nahm der Gemeinderat ein Angebot der Firma Greenventory GmbH aus Freiburg für die Erstellung einer BEW-Machbarkeitsstudie zum Preis von 192.750 Euro brutto an. BEW steht für “Bundesförderung effiziente Wärmenetze”. Der Auftrag an Greenventory soll erteilt werden, sobald eine Förderzusage durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle (BAFA) vorliegt. Laut dem städtischen Klimamanager Anton Fleischmann könne man diese bei kurzfristiger Stellung des Förderantrags bis Ende 2026 erwarten. Für die Durchführung der Studie wird dann mit etwa einem Jahr Zeitbedarf gerechnet. Die Planungsleistungen sollen bereits recht weit gehen, laut Fleischmann bis zur Genehmigungsfähigkeit des möglichen Wärmenetzes, in Anlehnung an Leistungsphase 4 bei üblichen Ingenieurplanungen.

07.08.26

Lesermeinungen

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Von jsn (19.08.26):
Ich bin immer wieder beeindruckt, welche Halb- und Unwahrheiten, insbesondere zu Thema erneuerbare Energien, durchs Forum geistern. Aber hier muss ich doch auch mal eine Lanze für die Stadtwerke brechen. Die Stadtwerke sind zu 100% in kommunaler Hand, es gibt hier keine persönlichen Anreize Preise zu erhöhen und auch niemanden der sich Geld in die private Tasche stecken kann.
Die negativen Schlagzeilen der erhöhten Fernwärmepreisen sind hauptsächlich privaten Fernwärmenetzbetreibern zuzuschreiben (zb Vattenvall)!
Seriöse Wärmenetze haben von Beginn an festgeschriebene Preisgleitklauseln, welche sich hauptsächlich am verwendeten Energiemix orientieren. Da sitzt dann niemand, der sich nach 3 Jahren denkt "ich würfel jetzt mal neue Preise und schröpfe meine Kunden".
Zudem gibt es mehrere Untersuchungen, wie sich steigende Energiepreise auf Heizkosten auswirken. Dabei sind Wärmenetze mit hohem erneuerbarem Anteil deutlich besser als andere Techniken (siehe: https://www.ioew.de/fileadmin/user_upload/BILDER_und_Downloaddateien/Publikationen/2023/BF_Quartier_Einfluss_aktueller_Kostenentwicklungen_auf_Waermenetze.pdf)

Und nochwas zum Stadtwerk, ein vergleichbares Stadtwerk hatte mal eine Studie gemacht, welchen volkswirtschaftlichen Effekt es auf seine Umgebung hat. Hierbei kam raus, dass 70% des eingenommenen Geldes den regionalen Wirtschaftsstandort stärkt. Wenn man hier noch berücksichtigt, dass bei einem erneuerbaren Wärmenetz kaum Gelder ins Ausland abfließen (anders wie beim Gaseinkauf...) ist dieser Wert sicher noch deutlich steigerbar.
Mir ist ein Monopol bei den Stadtwerken deutlich sympathischer als 25% des Gaseinkaufs bei Trump zu tätigen, der bestimmt nicht davor zurückschreckt das im Zweifel als Druckmittel gegen uns einzusetzen.
Zum Thema Fachkräftemangel, das ist zwar ein ernstzunehmendes Thema, aktuell sind allerdings noch genügend gute Firmen im Umkreis vorhanden. Nur bei den Schweißern gibt es tatsächlich einen Engpass.


Von Wissender (17.08.26):
Kommunale Stadtwerke sind aus verschiedenen Gründen sinnvoll. Wir haben aber ein anderes Problem: Viele erfahrene Handwerker gehen in Rente, während zu wenig junge Menschen nachrücken. Wie die anstehenden Großprojekte beim Ausbau der Energienetze und Infrastruktur bewältigen?

Von Rebian (15.08.26):
@Jens Thomson
Arbeitest du bei den Stadtwerken oder warum verteidigst du den Laden so? Und ich gebe allen Recht, die ganz klar sagen, dass eine Monopolstellung noch nie gut für den Verbraucher war. Hier wird einer Preisabzocke und der Misswirtschaft Tür und Tor geöffnet.
Gruß an den Blinddarm

PS: Deine Aussagen werden nicht besser, nur weil du überall ein Fragezeichen dahinter setzt.


Von Wissender (14.08.26):
Der Fachkräfte- und Firmenmangel ist aktuell der Flaschenhals. Es nützt der beste Wärmeplan nichts, wenn niemand da ist, der das einbaut. Zumal viele Firmen durch andere Infrastrukurprojekte massiv gebunden sind. Eine Ausschreibung kann daher durchaus mangels Bewerber scheitern oder aber sehr teuer werden. Trotzdem ist so ein Wärmenetz für die Altstadt aus verschiedenen Sachgründen ein gangbare Weg.

Von Jens Thomson (14.08.26):
@ Dirk Diggler
Sie sind kein Eberbacher? Sie kennen unsere Eberbacher Stadtwerke nicht? Keiner Ihrer Bekannten/Verwandten arbeitet bei den Eberbacher Stadtwerken?
Warum hetzen Sie dann gegen dieses lokales Unternehmen hier in der Innenstadt, das sich für unser Eberbach einsetzt?
Oder sind Sie aus Arabien oder ein großer Arabien-Fan und haben Angst, dass deren Gewinne sinken?


Von Dirk Diggler (13.08.26):
"Sie werden die Preise sicher fair und fundiert begründet für uns Eberbacher gestalten."
Der war gut, echt. Das wäre der erste Monopolist der das machen würde.


Von Jens Thomson (11.08.26):
@ Schöpfung
Betreiber des Nahwärmenetzes werden unsere Eberbacher Stadtwerke sein.
Sie werden die Preise sicher fair und fundiert begründet für uns Eberbacher gestalten.
Falls es irgendwann dann Gewinne daraus geben sollte, kommen diese wie bisher unserer Stadt, den Schwimmbädern und dem Busverkehr hier vor Ort zugute.

Das ist mir wesentlich lieber, als dass von unserem Geld z. B. für Heizöl neue Luxushochhäuser, Luxus-Ferieninseln oder Skihallen in die Wüsten Arabiens gebaut werden.


Von Schöpfung  (10.08.26):
Also lieber Ei wir werden doch nicht beleidigen werden,fakt ist wenn ich nur bei einem Anbieter sein kann bin ich diesen Anbieter ausgeliefert, was können Sie da nicht verstehen, oder haben Sie einen Anbieter der Ihnen die heizkosten schenkt und noch mal nicht beleidigen werden, ich kann ja auch nichts dazu wenn sie sich mit der Materie nicht auskennen.

Von Wissender (10.08.26):
Ein zweischneidiges Schwert. Woher kommt konkret die umweltfreundliche Wärme, was kostet sie und wie entwickelt sich das Netz und die Kosten in den nächsten 15–25 Jahren? Und wer baut in Zeiten von Fachkräftemangel dieses Netz? Viele Tiefbau-Firmen sind überlastet.

Von El (09.08.26):
An Schöpfung. Ne, ne, ne es wird beinlich. Wird es nicht langweilig eine Steigerung an Dümmer hetze geht nicht mehr. Also bevor man sich weiter von fossiler Energie und von anderen Staaten. Bin ich über jede alternative dankbar. Aber erzählen sie ruhig weiter ihre Märchen.

Von Schöpfung  (07.08.26):
Leute macht euch nicht abhängig von einen Anbieter, der diktier dann die Preise.

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