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Nachrichten > Wirtschaft und Arbeit

Absage wegen der frühen Fastnachtszeit


(Archivfoto: Hubert Richter)

(hr) Das Eberbacher Winterdorf wird laut den Veranstaltern im kommenden Januar 2027 nicht stattfinden.

Wie in der vergangenen Nacht in dem sozialen Netzwerk “Facebook” bekannt gegeben wurde, habe man entschieden, im kommenden Jahr den winterlichen Budenzauber mit Unterhaltungsprogramm auf dem Neuen Markt nicht durchzuführen. Als Grund wurde angegeben, dass die Fastnacht in 2027 sehr früh stattfindet. Die erste Prunksitzung der “Hirschhorner Ritter” mit Prinzenpaar-Proklamation ist beispielsweise bereits am 9. Januar, und der Club Eulenspiegel Rockenau startet am 16. Januar den Reigen der närrischen Sitzungen.
Dadurch wäre der Zeitraum für das Winterdorf so kurz, dass eine Durchführung wirtschaftlich und organisatorisch laut den Veranstaltern nicht sinnvoll möglich sei.

Es wäre das fünfte Winterdorf in Eberbach in Folge seit 2023 gewesen. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr (800 Jahre Eberbach 1227-2027) wird das Event nun fehlen. Für 2028 könne man sich allerdings “sehr gut vorstellen, das Eberbacher Winterdorf wieder zurückzubringen - wenn es dann weiterhin gewünscht und unterstützt wird”, heiĂźt es in der Mitteilung weiter.

08.08.26

Lesermeinungen

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Von Herbert  (22.08.26):
Vielleicht ist die Absage des Winterdorfs auch eine gute Gelegenheit, grundsätzlich über die Tourismus- und Eventplanung in Eberbach zu sprechen.

Das bisherige Winterdorf war qualitativ leider alles andere als ein Aushängeschild: mäßige Gastronomie, teils fragwürdige Beschicker und wenig von dem, was man heute unter einem attraktiven Wintermarkt versteht. Gleichzeitig hat sich die Stadt weitgehend fein herausgehalten und Konzept, Auswahl und Qualität einem privaten Betreiber überlassen.

Genau da liegt das Problem: Stadtmarketing funktioniert nicht nach dem Prinzip „Hier ist der Marktplatz, macht mal“. Wenn eine Veranstaltung das Bild der Innenstadt prägt und Besucher nach Eberbach bringen soll, braucht es seitens der Stadt einen gestalterischen Anspruch, ein Konzept und eine klare Vorstellung davon, welche Qualität man präsentieren möchte.

Andere Städte kuratieren solche Veranstaltungen bewusst: regionale Gastronomie, vernünftige Stände, Licht und Gestaltung, Kulturprogramm und ein Gesamtbild, das einen Grund liefert, tatsächlich hinzufahren.

Gerade zum 800-jährigen Jubiläum sollte Eberbach deshalb nicht dem bisherigen Winterdorf hinterhertrauern. Die Stadt sollte die Chance nutzen und selbst einmal größer denken.

Tourismus bedeutet eben nicht nur, einen Veranstaltungskalender zu führen und darauf zu hoffen, dass irgendjemand etwas organisiert. Eine attraktive Stadt muss aktiv gestaltet und vermarktet werden.


Von Jolanthär (10.08.26):
und auch keine Achterbahn

Von Sonnenblume  (09.08.26):
Und auch kein Riesenrad!

Von Bürger Lars  (08.08.26):
Kann ich verstehen, war in den letzten Jahren schon nicht sehr rentabel.
Was aber noch schlimmer ist, das es kein Bierzelt auf dem Kuckucksmarkt geben wird.


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