WERBUNG


Volksbank Heidelberg-Neckartal

Gelita

Jobangebot

www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de
26.08.2026
                   WhatsApp-Kanal
Das Wetter in: 
EBERBACH
 STARTSEITE  |  KURZNACHRICHTEN  |  TERMINE  |  DISKUSSION  |  VIDEOS  |  ANZEIGEN 

Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Millionenprojekt für Sicherheit und Erholung am Fluss


(Foto: Hubert Richter)

(cr) Nach der im kommenden Jahr geplanten Sanierung der Ufermauer sollen die Parkplätze am Neckarlauer in Eberbach teilweise durch einen Erholungsraum ersetzt werden. Insgesamt sollen fast 4 Millionen Euro am Flussufer investiert werden, einschließlich erwarteter Zuschüsse.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am 30. Juli, dass der Lauer im Bereich zwischen Friedrichstraße (Pulverturm-Anlage) und Hauptstraße zukünftig kein Parkplatz mehr sein soll, sondern ganzjährig der Erholung und dem Aufenthalt am Fluss dienen wird. Über die Ausgestaltung und die Kosten der Maßnahme war man sich im Rat dann aber nicht mehr ganz einig.

Nach dem Ende der aktuellen Baustelle des Regierungspräsidiums an der Mauer sowie dem Geländer der Uferstraße (B 37) und der im kommenden Jahr geplanten Sanierung der Uferwand zwischen Lauer und Neckar, soll es möglichst noch im Eberbacher Jubiläumsjahr 2027 an die Umgestaltung des Lauers selbst gehen. Dafür wurde nun mehrheitlich durch den Gemeinderat die Entwurfsplanung des Heidelberger Büros Gornik Denkel Landschaftsarchitektur (GDLA) beschlossen und die Verwaltung beauftragt, für die Finanzierung der Maßnahme einen Förderantrag beim Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zu stellen. GDLA wurde mit der weiteren Planung (Leistungsphase 5 und 6) beauftragt, für ein Honorar von rund 64.500 Euro brutto.

Sophie Rimbach von GDLA stellte in der Ratssitzung die Planung vor, deren Herzstück der Umbau der westlichen Sliprampe in eine Sitzstufenanlage ist. Die Sitzstufen sollen in L-Form mit der längeren Seite parallel zum Flusslauf und zum Neckar hin abfallend angelegt werden. Hinter den Sitzstufen soll eine schmale Rampe verbleiben, die weiterhin für den Freizeitsport auf dem Wasser genutzt werden kann. Die gesamte vorhandene Lauer-Oberfläche soll erneuert bzw. mit den bisherigen Pflastersteinen neu belegt werden, mit einem barrierefreien Hauptweg von der westlichen Zufahrtsrampe und der Unterführung beim Pulverturm parallel zum Neckar bis zum Treppenaufgang zur Hauptstraße. Dieser Weg soll mit rot eingefärbtem Betonpflaster gestaltet werden. Links und rechts davon sind Flächen für Gastronomie (Foodtruck, Kaffeemobil) und einen Toilettencontainer vorgesehen, außerdem für Bestuhlung durch die Gastronomiebetreibenden. Auch für einen aufgeschütteten Sandstrandbereich soll Platz sein. In der “Schachtel“ zwischen den beiden Sliprampen sollen auch weiterhin Sportboote und kleine Schiffe anlegen können. Manche Bereiche sind auch als Wiese geplant. Vorhandene Bäume sollen durch einige Neupflanzungen ergänzt werden. Außerdem sind mobile Kleinbäume und Sträucher vorgesehen, die im Hochwasserfall samt anderem Mobiliar entfernt werden müssen, um sie vor Schäden zu schützen. Die Kosten dafür und den anschließenden Wiederaufbau der beweglichen Elemente pro Hochwasserfall konnten auf Nachfrage von CDU-Stadtrat Georg Hellmuth nicht beziffert werden und blieben offen.

Die Planung wurde im Gemeinderat allgemein begrüßt. AGL-Fraktionssprecher Peter Stumpf kritisierte allerdings die hohen Kosten von fast 1,3 Mio. Euro für die Umgestaltungsmaßnahme und meinte, dass es in Eberbach angesichts begrenzter Mittel Wichtigeres gebe. Stumpfs Fraktionskollege Hubert Richter ergänzte, dass der Bereich, wenn er autofrei sei, auch ohne Umgestaltung schon eine hohe Aufenthaltsqualität biete. Seiner Meinung nach solle zunächst mit wenig Aufwand nur ein “Beach” mit Schirmen und Liegestühlen geschaffen werden, samt kleiner Gastronomie mit flexiblen Sitzgarnituren. Außerdem plädierte er dafür, den Platz nicht mit weiterem Mobiliar zu belegen, sondern ihn offen und flexibel zu halten für Open-Air-Veranstaltungen mit einer mobilen Bühne. Stumpf und Richter beantragten, nur die Sitzstufenanlage und einen aufgeschütteten “Sandstrand” zu realisieren, zu geschätzten Gesamtkosten von rund 430.000 Euro. Die übrigen Ratsmitglieder lehnten diese kleinere Lösung aber ab und beschlossen bei zwei Gegenstimmen das Gesamtpaket.
Kerstin Thomson war zuvor noch mit ihrem Antrag gescheitert, die Realisierung unter den Vorbehalt der Zuschussgewährung zu stellen. Sie fand nur drei weitere Befürworter.
Nach der besonders von Bürgermeister Peter Reichert teils hitzig geführten Debatte brachte eine von CDU-Stadtrat Dr. Matthias Huck spendierte Runde Stieleis den Gemütern etwas Abkühlung.

Wie Martin Völker von der Kämmerei mitteilte, sei mit einer ELR-Förderzusage frühestens ab April 2027 zu rechnen. Voraussetzung für die Durchführung der Neckarlauer-Umgestaltung noch im Jubiläumsjahr 2027 ist aber auch die Sanierung der Ufermauer (geschätzte Kosten knapp 2,5 Mio. Euro). Die dafür erforderlichen Bauleistungen sollen laut Verwaltung Mitte September 2026 ausgeschrieben werden. Eine im Dezember 2025 in die Diskussion gebrachte mögliche Wärmetauscher-Funktion der künftigen Spundwand zur Gewinnung von Energie aus dem Flusswasser sei mittlerweile als nicht realisierbar verworfen worden, hieß es auf Nachfrage von Hubert Richter.

09.08.26

Lesermeinungen

Lesermeinung schreiben
Von Herbert (22.08.26):
Manchmal hat man bei solchen Diskussionen das Gefühl, Eberbachs größtes Entwicklungsziel sei es, möglichst zuverlässig so auszusehen wie gestern.

Natürlich müssen Kanäle saniert, Straßen repariert und Pflichtaufgaben erledigt werden. Aber eine Stadt, die jeden Euro für Attraktivität reflexartig als Luxus betrachtet, darf sich anschließend nicht wundern, wenn Innenstadt, Gastronomie und Einzelhandel immer weniger Menschen anziehen.

Eberbach hat mit Neckar, Altstadt und Landschaft Voraussetzungen, für die andere Städte viel Geld bezahlen würden. Und ausgerechnet daraus möglichst wenig zu machen, wäre schon eine bemerkenswerte Leistung.

Deshalb bitte nicht wieder die typisch eberbachsche Frage: „Geht das nicht auch kleiner?“ Sondern einmal: „Wie gut könnten wir es eigentlich machen?“

Ein Jubiläum 2027, Millioneninvestitionen, Fördermöglichkeiten – und dann ernsthaft darüber diskutieren, ob ein paar Liegestühle nicht auch reichen?

Eberbach braucht nicht noch mehr Mut zur Minimallösung. Eberbach braucht endlich wieder etwas Ambition.


Von Gehirnakrobatik (21.08.26):
@KlaraFall
Was hat das Ganze denn jetzt mit Windkraft und Solarenergie zu tun? Was ist denn Ihr Problem mit den hier genannten Auslastungen? Mir scheint, als würden Sie hier, ohne zu hinterfragen, gängige Propaganda gegen erneuerbare Energien wiedergeben. Oder sind Sie doch selbst Lobbyvertreter?

Ich glaube, dass kaum ein Bürger, der eigenständig Informationen einholt und diese auch verstehen kann, sich so etwas fragt. Das ist den Leuten vorbehalten, die gerne blind folgen!


Von Klara Fall (17.08.26):
@karo
Viele Bürger und Innen fragen sich, warum der Gemeinderat Windräder auf dem Hebert befürwortet, die nur zu 20 % ausgelastet sein werden, eher weniger. Viele Bürger feagen sich,warum der Gemeinderat Photovoltaik befürwortet, die von einem ganzen Jahr ein halbes Jahr gar keinen Strom produziert (nämlich nachts) und darüber hinaus bei vielen weiteren Wetterkonstelationen wenig bis nichts. Nur die Familie Thomson fragt sich das nicht. Da sollte man bei "Fehlzeiten" nicht so kritisch sein.


Von Eberbacher (16.08.26):
Weil Eberbach lange genug mit kleinen Lösungen herumgedoktert hat, die letztlich absolut sinnlos wären.

- Von der Immakom-Studie nur günstige (nutzlose) Dinge, bspw. Flaggen in der Kellereistraße(die garnicht mehr aufgehängt werden)

etc.


Von Ich (16.08.26):
Ach, das Jubiläumsjahr 2027 kommt. Da muss Eberbach´s Innenstadt noch so richtig schnell mit solchen Aktionen herausgeputzt werden. Es könnten vermutlich Personen Schiffe kommen. Die Leute vom Schiff wären gleich sehr beeindruckt vom neu gestaltetem Neckarlauer. Und wann hat die Stadt Geld zur Verfügung um marode , mit Löcher durchzogene Straßen und
nach Fäkalien duftenden Gestank der Kanalisation , der bei geöffneten Fenstern ins Haus zieht und wir jedesmal kurz vor dem erbrechen sind und trotz Fäkalien Gestank unsere Mahlzeiten runter würgen müssen, um die Kanalisation/ Straße zu sanieren? Oder sollen wir für alle Ewigkeit unsere Fenster zur Straße hin zulassen nur dass die Stadt keine Kosten der Straßen Sanierung hat? Wenn für den Straßenbau kein Geld da ist, warum wird nicht eine Firma beauftragt, die regelmäßig 2 Wochen diesen Gestank in der Kanalisation weg spült? Auch das kostet sicher zu viel Geld. 4 Millionen, wie viele Straßen könnte man da sanieren?
Warum die Gullys nach Fäkalien riechen, das kommt vielleicht daher : als die Abwasser Kanäle damals gebaut wurden, wurden diese zum Teil gerade verlegt bis zum nächsten Gefälle. Bei ständiger Trockenheit ist kaum Wasser im Kanal. Bisher wurden Schäden am Kanal immer nur ausgebessert . Warum zahlen wir eigentlich Grundsteuer? Wenn Grundstücke gekauft werden , zahlt diese Person schon Steuern. Für was wird die Grundsteuer erhoben ? Sicher nicht für uns Bürger, sonst hätte sich die Stadt schon lange mit dem Problem bei bestimmten Straßen gekümmert. Vielleicht ist unsere Straße die einzige, die so stinkt. Wird es an den Bushaltestellen weitere Haltestellen geben an denen man Barrierefrei in den Bus kommt? Und wann überhaupt ? Für Menschen mit Behinderung, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, sind Eberbach´s Haltestellen erniedrigend . Wunderbar, in der Innenstadt gibt es tolle Barrierefreie Bushaltestellen, ich rolle mit meinem Rollstuhl in den Bus und möchte Bekannte besuchen. An der bestimmten Haltestelle ( nicht Innenstadt) möchte ich aussteigen, doch .. ohje keine Bordstein Erhöhung und was mache ich jetzt???? Vielen Dank auch. Soviel zum Thema Behindertengerecht. Da sollte man erstmal anfangen , Dinge die wichtig sind. Wer soll den Eberbach schon groß besuchen, die Stadt ist schon lange tot. Die Jugendlichen freuen sich sicher, wieder eine neue Mauer für ihre Sprüh Künste zu bekommen . Als Beispiel den Food Truck oder ein mobiles Café , bei der Sommerhitze? Naja. Eine Frage habe ich noch:
Wenn das Neckarlauer erneuert und umgestaltet ist, wer wird sich bei 40 Grad Hitze im Sommer dort aufhalten ?. Bekommen alle Sitzbänke und Liegestühle einen Pavilion, um die Sonne abzuhalten ? Nicht nur die Sitzgruppen der Gastronomie ? Wenn ja, dann aber bitte darauf achten, dass diese UV undurchlässig sind, sonst könnte man Hautkrebs bekommen. Ein oder 2 Wasserspender wären auch noch hilfreich, selbstverständlich kostenlos. Warum immer nur bezahlen??
Mit freundlichen Grüßen
verärgerte Bürger


Von Karo (15.08.26):
Es verwundert mich doch sehr, dass die kleinere Lösung keine Zustimmung im Gemeinderat gefunden hat. Viele von uns BürgernInnen, mit denen ich gesprochen habe, empfinden die Kosten viel zu hoch. Auch der Vorschlag von Fr. Thomson war mehr als nur vernünftig, denn ob es überhaupt eine Förderung gibt, ist ja garnicht sicher. Viele von uns BürgerInnen fragen sich, warum man so viel Geld für eine Maßnahme ausgeben will, die nur im Frühjahr/Sommer evtl. noch ein paar Tage im Herbst und dann auch nur bei gutem Wetter genutzt werden kann. Lieber doch die kleine Lösung und dafür evtl. das Hallenbad aufwerten oder auch eine Indoorarena (für schlechtes Wetter und im Winter) für Kids ins Auge fassen.











[zurück zur Übersicht]

© 2026 www.EBERBACH-CHANNEL.de / OMANO.de Druckansicht
eMail senden nach oben

[STARTSEITE]    [KURZNACHRICHTEN]    [TERMINE]    [DISKUSSION]    [VIDEOS]    [ANZEIGEN]
©2000-2025 maxxweb.de Internet-Dienstleistungen
[IMPRESSUM] [DATENSCHUTZERKLÄRUNG]


WERBUNG


Sparkasse Neckartal-Odenwald

Star Notenschreibpapiere

Ausbildungsplatzangebot