Montag, 30. November 2020

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Film über Demenz - Publikum war tief berührt


(Foto: Claudia Richter)

(cr) Mit dem Film “Romys Salon” beteiligte sich Eberbach in diesem Jahr wieder am “Europäischen Filmfestival der Generationen”. Etwa 25 Gäste kamen am Dienstag, 6. Oktober, zur kostenfreien Vorstellung.

Das “Europäische Filmfestival der Generationen” ist eine bundesweite Veranstaltungsreihe der Universität Heidelberg, die im Jahr 2010 ins Leben gerufen wurde, unter anderem um durch moderierte Filmgespräche den Dialog zwischen Menschen verschiedener Generationen zu fördern. Eberbach zeigte den Spielfilm von Mischa Kamp nach dem Roman von Tamara Bos unter Corona-Bedingungen im großen Saal der Stadthalle. Ein Film, in dem der Verlauf der Krankheit Demenz mit ihrer Tragik, der Angst vor der Vergesslichkeit aber auch mit einer gewissen Komik dargestellt wird: Oma Stine betreibt einen Friseursalon. Ihre Enkelin Romy ist regelmäßig bei ihr im Geschäft, bemerkt die Veränderung ihrer Oma und übernimmt immer mehr Aufgaben in Stines Alltag. Allerdings kommt auch in dieser Familie der Zeitpunkt, an dem man die Krankheit akzeptieren und lernen muss, mit ihr umzugehen.

Die städtische Abteilung “Kultur, Tourismus, Stadtinformation” hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen, die Diskussion nach der Vorführung fand, wie es bereits angekündigt war, nicht statt. Eine gute Entscheidung, denn der Film sprach für sich, die Gäste verließen meist schweigend, oft tief berührt, den Saal. Laune auf eine rege Diskussion konnte man nicht erkennen.

Am Dienstag, 20. Oktober, lädt die Gemeinde Schönbrunn zum Filmfestival ein. Um 19 Uhr wird im Bürgersaal des Rathauses in der Herdestraße 2 der Film “Britt-Marie war hier” gezeigt.

08.10.20

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