Montag, 30. November 2020

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Lea Kumpf holt deutschen Vizemeister-Titel im Downhill


(Fotos: privat)

(bro) (tk) Nachdem Corona bedingt nahezu allen nationalen Mountainbike-Downhill Wettkämpfe abgesagt wurden, fand sich mit der Thüringen Alpin GmbH ein Veranstalter, der sich kurzfristig dazu bereit erklärte, den Lauf zu Deutschen Downhill Meisterschaft auszutragen. Veranstaltungsort am 26. und 27. September war der kleine Ort Steinach in Thüringen. Mit an den Start ging Lea Kumpf vom VfR Waldkatzenbach.

Ein Downhill-Rennen zeichnet sich dadurch aus, dass die Teilnehmer(-innen) eine fahrtechnisch sehr anspruchsvolle Strecke in kürzester Zeit zurücklegen müssen. Dabei geht es in der Regel steil bergab und Sprünge, Stein- und Wurzelfelder müssen befahren werden. Nach verschiedenen Trainingsläufen sowie einem Qualifikationslauf wird letztendlich derjenige als Sieg gekürt, der im Finallauf die schnellste Zeit fährt.

Für den VfR Waldkatzenbach startete Lea Kumpf, die sich mangels Rennalternativen kurzfristig dazu entschied, sich zu ihrem ersten Downhill-Rennen überhaupt anzumelden. Da es im Downhill extrem wichtig ist, die Strecke zu kennen, erfolgte die Anreise bereits am Freitagvormittag, um sich im offenen Training mit den Verhältnissen etwas vertraut zu machen.

Am Samstagvormittag stand dann das Pflichttraining auf dem Plan, bei dem jeder Teilnehmer die Strecke mindestens zweimal befahren musste. Über Nacht hatte das Wetter umgeschlagen und begonnen zu regnen, so dass die 1,75 Kilometer lange Strecke (250 Höhenmeter) entsprechend aufgeweicht war und eine regelrechte Schlammschlacht begann. Doch die 15-jährige Waldbrunnerin konnte bei diesen Bedingungen ihr technisches Können ausspielen und kam mit den Streckenverhältnissen gut zurecht, so dass sie am Nachmittag im Qualifikationslauf überraschenderweise sogar knapp die Bestzeit in ihrer Klasse belegen konnte. Sie war sich jedoch sicher, dass einige ihrer Konkurrentinnen noch nicht am Limit fuhren, um sich die schnellste Zeit für den Finallauf am Sonntag aufzusparen. Aber es war auch klar, dass mit einer ähnlichen Zeit ein Podestplatz möglich wäre.

Am Finaltag hatte es zwar aufgehört zu regnen, aber bei Temperaturen unter 10 °C waren die Streckenverhältnisse immer noch identisch zum Vortag. Von den ersten Starterinnen hatten dann auch zwei die Zeit von Lea Kumpf vom Vorlauf unterbieten können, so dass sie als letzte Starterin gezwungen war, ihre eigene Zeit vom Samstag zu toppen, um die Chancen auf einen Platz auf dem Siegerpodest zu wahren. Nach einem fehlerfreien Lauf kam sie nach 3.04 Minuten mit etwa drei Sekunden Rückstand auf Anastasia Thiele (BSS Devo Team) auf Platz zwei ins Ziel, mit nur 0,6 Zehntel Sekunden Vorsprung auf Platz drei.

Mit der Deutschen Vizemeisterschaft konnte Lea Kumpf das Jahr 2020 erfolgreich beenden, und sie kann hoffnungsvoll in die kommende Saison blicken.

12.10.20

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