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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Die Stadt soll bis 2035 klimaneutral werden


(Foto: Claudia Richter)

(cr) Unter dem Eindruck der weltweiten dramatischen Klimaveränderung hat sich die “Klimainitiative Eberbach” gegründet und möchte nun dafür sorgen, dass Eberbach bis zum Jahr 2035 klimaneutral wird.

Fast alle Wissenschaftler sind sich darin einig, dass der durch Menschen verursachte Klimawandel dringend begrenzt werden muss, um dramatische Folgen für die Erde und damit für künftige Menschheitsgenerationen noch zu verhindern. Das erfordert eine drastische Umstellung vor allem der Energieerzeugung und der Nahrungsmittelproduktion der Menschheit. Und es bleibt nicht mehr viel Zeit, wenn die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzt werden soll. Die Wissenschaftler sind sich auch einig, dass es bei einem stärkeren Temperaturanstieg in naher Zukunft auf der Erde äußerst ungemütlich zu werden droht.

Die Idee der Eberbacher Klimainitiative ist nun, der hiesigen Kommunalpolitik einen Anstoß zu geben, damit der Gemeinderat die alsbaldige Klimaneutralität der Stauferstadt als Vorhaben beschließt. Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger unterstützen bereits durch ihre Unterschrift das Anliegen der Initiative: Eberbach soll bis spätestens 2035 klimaneutral sein. In den Parteien, Fraktionen, Gremien sowie in der Stadtverwaltung soll ein Diskussionsprozess angestoßen werden, an dessen Ende transparente und eindeutige Beschlüsse des Rats für ein klimaneutrales Eberbach in 2035 oder früher stehen. Die Initiative vertritt keine Einzelmaßnahmen, sondern fordert eine grundsätzliche Verpflichtung und eine umfassende Bearbeitung des Problems. Man will das Rad nicht neu erfinden, Lösungen, Fachleute und Vorbilder sind vorhanden und verfügbar, in Eberbach und darüber hinaus. Als ersten Schritt will man bis zur Bürgermeisterwahl möglichst viele Unterzeichner finden, um dem künftigen Bürgermeister ein klares Signal für die nächste Legislaturperiode mitzugeben. Mit dem Slogan „Heute schon an morgen gedacht?“ werden kleine Visitenkarten verteilt, mit denen weitere Unterstützer gefunden werden sollen.

Die Initiative kritisiert, dass aus ihrer Sicht in Eberbach für den Klimaschutz zu wenig getan wird. Und das, obwohl der Gemeinderat bereits in den Jahren 2007 und 2008 beschlossen hat, dass Eberbach “klimabeste Stadt” der Metropolregion werden, also mit gutem Beispiel vorangehen sollte (wir berichteten). Ein daraufhin erarbeitetes Klimaschutzkonzept liegt seit 2012 in der Schublade (wir berichteten). Andere Städte hätten sich bereits der Klimaneutralität verpflichtet und seien auf einem guten Weg, sagt die Klimainitiative.

Am kommenden Samstag, 12. September, stellt sich die Initiative von 9 bis 12 Uhr erstmals öffentlich beim Wochenmarkt auf dem Leopoldsplatz vor. Die Bevölkerung ist dazu eingeladen. Telefonische Infos gibt es bei Katharina und Stefan Klein unter (06271) 9466936.

Infos im Internet:
www.klimainitiative-eberbach.de


11.09.20

Lesermeinungen

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Von Stefan Klein (25.10.20):
Lieber stiller Mitleser Luca Salerno,
Ich danke für die freundlichen Worte und die Rückenstärkung, die zur richtigen Zeit kommt.


Hallo “@Klein”,
Ich nehme an, dass es sich bei Ihnen um die gleiche Person handelt, die vorher als “heidod” geschrieben hat. In dieser Annahme, möchte ich Sie auch dieses Mal um einen respektvollen Tonfall bitten. Ich erwarte nicht, dass Sie meine Meinungen teilen. Ich erwarte aber, dass Sie mir respektvoll begegnen, so wie es jedem Menschen zusteht. Diesen Respekt kann ich in Ihren Beiträgen nicht wahrnehmen.

Ich möchte zwei wichtige Dinge richtig stellen:
1. Ich habe keine Erwartung, dass jemand meinen Lebensstil übernimmt.
2. Es liegt mir sehr fern, eine Person als “nicht normal oder nicht natürlich abzustempeln” (Zitat aus ihrem Beitrag). Alle meine Aussagen über “normal” oder “natürlich” bezogen sich auf den Klimawandel, nicht auf spezielle Personen oder Menschen im Allgemeinen.

Darüber hinaus muss ich zugeben, dass meine Wortwahl (“natürlich” oder “menschengemacht”, “normal” oder “nicht normal”) eher ungeschickt war. Diese Worte sind uneindeutig, häufig erklärungsbedürftig und konfliktbehaftet. Ich kann daher verstehen, dass sie zu einer ganzen Reihe von Schlussfolgerungen auf ihrer Seite geführt haben, die von mir nicht beabsichtigt waren.
Deshalb nur ganz kurz: Das Wort “normal” hatten Sie in Bezug auf den Klimawandel in ihrem Beitrag selbst verwendet, ich hatte es dort aufgegriffen, auf ungeschickte Weise, tut mir leid. Und zum genauen Verhältnis von Mensch und Natur will ich keine Position beziehen, ich glaube auch, dass sich da auch die Philosophie nicht einig ist.

Zum Schluss möchte ich Ihnen versichern, dass ich nicht die Absicht habe, irgend jemanden zu belästigen. Auch wenn sich außer Ihnen niemand beschwert hat, möchte ich deshalb vorsichtshalber jeden, der sich belästigt fühlt, ausdrücklich darum bitten, meine Beiträge nicht mehr zu lesen (sie sind an meinem richtigen Namen leicht zu erkennen).
Natürlich stehe ich von meiner Seite weiterhin zur Verfügung. In ihrem Fall wäre es mir allerdings lieber, wenn wir uns mal persönlich sprechen würden als in dieser anonymen Form.


Von Homo sabbelens (21.10.20):
An @Klein:
Klar ist der Mensch ein Teil der Natur, aber er behauptet gemeinhin von sich - im Gegensatz zu den restlichen Lebensformen - vernunftbegabt zu sein. Dann möge die Menschheit doch bitte endlich ihre Vernunft einsetzen und alles dafür tun, den Lebensraum auf diesem Planeten auch in Zukunft - vor allem für sie selbst (sprich unsere Nachfahren) - zu erhalten.


Von Luca Salerno (21.10.20):
Lieber Herr Klein,

vielen Dank für Ihre objektiven, ausführlichen und fundierte Beiträge. Es ist bewundernswert wie Sie der immer gleichen (bewusst die wissenschaftliche Faktenlage auslassenden) Argumentation entgegentreten. Weiter so und Danke für Ihren Einsatz.

Ein stiller Mitleser


Von @Klein (20.10.20):
Zitat Klein:
"...dass die Veränderung, die wir gerade erleben, menschengemacht ist (also nicht natürlich) ....".
Wieso zum Teufel setzen Sie "menschengemacht gleich "nicht natürlich", Herr Klein ?
Halten Sie den Menschen für ein Kunstgebilde, oder eine außerirdische Rasse? Oder ist nicht auch der Mensch ein gleichwertiger Teil der Natur?
Wer - wie Stefan Klein- etwas menschengemachtes als "nicht natürlich" bezeichnet, muss wenn man es konsequent zuende denkt, den Menschen ausrotten, um zum Naturzustand zurückzukehren... oder zumindest die Menschen, die die Kleinschen (menschenfernen, also daher angeblich naturnahen) Gesetze ablehnen !?!?
Was soll das ?--
Außerdem bezeichnet Klein im oben zitierten Satz etwas, was "so noch nie dagewesen ist" als "nicht normal" ...
Ja sind wir jetzt endgültig im Kindergarten angekommen ? Danach wäre jegliche Evolution (z.B. Weiterentwicklung/ Neuentstehung/ Aussterben/Veränderung von Tieren, Pflanzen, Flüssen, Wetterphämomenen) "nicht normal", weil dabei immer Lebewesen oder Phänomene entstehen, die so noch nie da waren, oder auch komplett verschwinden.
Wie engstirnig ist das denn?
Alles, was der jetzt lebende Mensch nicht kennt, ist "nicht normal" ?? Soviel Engstirnigkeit und Verbortheit tut schon weh...
Sind Sie also ein Kreationist, Herr Klein, der glaubt, der Zustand der Erde, wie er ihn zufällig vorfindet, sei von Gott für alle Ewigkeit so unabänderlich fixiert ?
Hören Sie endlich auf, Eberbach mit Ihrem rückständigen Gequatsche zu belästigen und kümmern Sie sich gefälligst um Ihre eigenen Angelegenheiten statt zu versuchen, anderen Leuten und der ganzen Stadt Ihren eigenen Lebensstil aufzudrücken, indem Sie versuchen, alle die Ihnen nicht folgen wollen, als nicht normal oder nicht natürlich abzustempeln. Das ist schäbig, und wohin solche Besserwisserei im Extrem führt, haben wir in Deutschland in jüngerer Vergangenheit 2 Mal ungut gesehen.


Von Stefan Klein (18.10.20):
Hallo heidod, danke für die ausführliche und begründete Antwort.

Eine kleine Bitte vorab: wie in dem von Ihnen zitierten Artikel nachzulesen ist, befinden wir uns aktuell in einem Eiszeitalter. Ich fände es schön, wenn sich unser Gesprächsklima danach richten würde und sie die etwas hitzigen Adjektive auslassen würden. Vielen Dank.

Aber zur Sache: Selbstredend ist alles, was Sie schreiben richtig (wer würde schon Wikipedia widersprechen wollen ;-)). So wie manches von dem, was zu den Standardargumenten gegen Klimaschutz zählt, erst einmal richtig ist. Allerdings ist es auch unvollständig.

Das kann jeder interessierte Leser selbst nachprüfen, denn dankenswerter Weise haben Sie die Quellen Ihrer Zitate angegeben. Nach den von Ihnen zitierten Textstellen steht im letzten Abschnitt des Artikels https://de.wikipedia.org/wiki/Klimageschichte nämlich auch noch, dass “die anthropogenen Treibhausgasemissionen seit Beginn der Industrialisierung den natürlichen Treibhauseffekt wesentlich verstärken und damit einen zunehmenden Einfluss auf das Klima ausüben.” Verlinkt ist dort außerdem der Artikel über die Globale Erwärmung (https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung). Dort findet sich am Ende des dritten Absatzes die Aussage “Bei der menschengemachten globalen Erwärmung wird, ohne verschärfte Klimaschutzmaßnahmen, damit gerechnet, dass die Temperatur vom Ende des 20. bis Ende des 21. Jahrhunderts um 4 bis 5 °C steigt; die Erwärmung wäre […] etwa 100-mal schneller als bei historischen natürlichen Klimaveränderungen.”

Das heißt Wikipedia erklärt tatsächlich, dass Klimaveränderungen natürlich sind. Sie haben Recht. Wikipedia sagt aber auch, dass die Veränderung, die wir gerade erleben, menschengemacht ist (also nicht natürlich) und so noch nie da gewesen ist (also nicht normal). Dieser Aspekt fehlt in Ihren Zitaten.
Wenn der Stand der Wissenschaft beschrieben werden soll, gehören beide Aspekte dazu. So wie es der Wikipedia-Artikel richtig macht.

Es kann natürlich sein, dass Sie Recht behalten, heidod, und dass am Ende alle Bemühungen zu wenig ausrichten. Das liegt dann aber wohl eher nicht daran, dass der Klimawandel (gemeint ist immer der aktuelle!) natürlich ist, sondern eher daran, dass der Mensch menschlich ist.


Von heidod (05.10.20):
Allen angeberischen und wichtigtuerischen Klimaschwätzern empfehle ich nur so als Einstieg, mal folgenden Wikipedia-Link mit Verstand und in Ruhe komplett durchzulesen, besonders den Abschnitt "das aktuelle Eiszeitalter": https://de.wikipedia.org/wiki/Klimageschichte
Zitat:
"Vor etwa 2,6 Millionen Jahren begann das jüngste Eiszeitalter, das Quartär, das bis heute andauert. Während des Tertiärs war die Temperatur allmählich gesunken, so dass die Antarktis bereits seit dem Oligozän vor rund 30 Millionen Jahren mit einer Eiskappe bedeckt war. Vor etwa 3,2 Millionen Jahren, so belegen es zumindest Tiefseesedimente, fiel die Temperatur noch einmal deutlich ab. Im Gelasium bildete sich mit einiger Verzögerung am Nordpol eine Eiskappe, und die bis heute andauernden Temperaturschwankungen begannen."
Und:
"Im Zeitraum von vor 16.000 bis 10.000 Jahren vor unserer Zeit
stieg die Temperatur in der Antarktis von –8 °C auf etwas unter 0 °C an;
stieg der Kohlenstoffdioxidgehalt der Erdatmosphäre von 180 ml/m³ (ppm) auf 260 ml/m³, wobei ein Anteil dieser Erhöhung auf die mit steigender Temperatur geringere Löslichkeit von Kohlenstoffdioxid in den Meeren zurückgeht;
stieg der Meeresspiegel um 100 Meter."
Und hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Warmklima
Zitat daraus:
"In Zeiten mit Warmklima gibt es auf der Erde normalerweise keine größeren Vereisungsgebiete, insbesondere nicht in den Polargebieten (keine polaren Eiskappen). Lediglich in manchen Hochgebirgen kann es kleinere Vereisungen geben. Um diesen Klimazustand explizit auszudrücken, wird auch der Begriff akryogenes Warmklima (akryogen: nicht eisbildend) verwendet.[1]
Es gab nach heutigem Wissensstand in der Erdgeschichte, je nach Definition, etwa vier bis sieben Eiszeitalter und ebenso viele Warmklimata. Die Warmklimata machen etwa 80 bis 90 Prozent der Erdgeschichte aus. Gegenwärtig, seit etwa 33,7 Millionen Jahren, herrscht kein Warmklima, sondern ein Eiszeitalter mit Vergletscherung der Antarktis, das Känozoische Eiszeitalter;[2] bzw. wenn man die Vergletscherung beider Pole als Kriterium für das Eiszeitalter verwendet, herrscht seit etwa 2,6 Millionen Jahren das Quartäre Eiszeitalter."
Wie Sie selbst sagen, Herr Klein, ist das Stand der Wissenschaft - das heißt es ist z.B. absolut normal, dass der Meeresspiegel im Laufe der Jahrmillionen der Erdgeschichte stark geschwankt hat und weiter schwanken wird und das z.b. Nord- und Südpol immer mal wieder eisfrei gewesen sind. - Auf jede Eiszeit folgt eine Warmzeit und umgekehrt, das geht seit Jahrmillionen so und wird von (...) wie der lächerlichen Eberbacher Klimainitiative auch nicht gestoppt werden, und zwar zum Glück nicht.


Von Stefan Klein (27.09.20):
Sehr geehrter Buerger,

freut mich, dass Sie noch einmal schreiben. Ich stimme Ihnen völlig zu. Das Ziel Klimaneutralität kann nicht dazu führen, dass alles andere ausgesetzt wird und es nur noch um dieses Thema geht. Damit wäre auch gar nichts gewonnen.

Ich würde dem Klimaschutz dennoch eine gewisse grundlegende Bedeutung zu sprechen. Nicht im Sinne, dass er auf Kosten anderer Themen erfolgen soll, sondern dass er bei allen anderen Themen mitgedacht werden sollte. Die Frage ist dann immer: wie können wir gut leben INNERHALB der natürlichen Grenzen. Oder wie schaut eine sichere Rente aus innerhalb der natürlichen Grenzen (nur um ihr Beispiel aufzugreifen). Wie bei den Finanzen, die Sie ansprechen, verhält es sich ja auch bei natürlichen Ressourcen: wir können nur ausgeben, was wir zur Verfügung haben und müssen gut damit haushalten.

Die Realität der letzten Jahrzehnte war nach meiner Beobachtung eher, dass der Klimaschutz keine gleichberechtigte Stellung hatte. Wenn in Zukunft das Interesse Klimaschutz in der Interessenabwägung angemessen berücksichtigt wird, wäre das ein großer Schritt.

Klar ist aber auch, dass eine Initiative wie diese eine einzelne - wenn sie wollen eine einseitige - Position vertritt. Etwas anderes wäre mir in Form eines Ehrenamts auch gar nicht möglich. Zugleich halte ich das aber auch für unproblematisch, weil letztlich ja nicht wir entscheiden, sondern die Politik. Deren Aufgabe ist es, Interessen- und Zielkonflikte zu lösen oder abzuwägen. Allerdings bin ich recht zuversichtlich, dass in unserem Ziel “klimaneutral bis 2035” momentan kein grundsätzlicher Zielkonflikt zu den von Ihnen genannten Anliegen besteht.


Von Buerger (27.09.20):
Sehr geehrer Herr Klein,

vielen Dank für ihre Antwort. Meine Wortmeldung bezieht sich darauf, dass es einfach zu wenig Initiativen gibt die mit einer realistischen Planung im Gesamtkontext abgestimmt sind.

Für sich genommen sind viele Ziele ehrenwert und existenziell (vermeiden wir mal von alternativlos zu sprechen) - aber eben nicht ohne Zielkonflikte: Daher sind meine persönlichen Fragen und Zweifel nicht ausgeräumt.

Ich würde beispielsweise die Rechte auf Bildung unserer Kinder und auch ihre im Generationenvertrag angelegten Rechte, als sehr wichtig sehen. Wie schaffen wir unseren Kindern einen Lebensstandard, der mit unserem vergleichbar ist - ohne hoffnungslose Staatsverschuldung, mit einer sicheren Rente... wo Arbeiten sich lohnt?

Bitte verstehen Sie es nicht als Kritik, sonderm als Perspektive - die es auch ist: Klimaneutralität ist nur ein wichtiges Ziel, dem andere aber auch nicht gänzlich unterzuordnen sind. Insbesondere in der Regionalpolitik, wo eine Vielzahl von Interessen abgewogen werden muss, mit wenigen Mitteln ist das von großer Bedeutung.

Das ist ja auch das Problem, bei uns: Was soll denn mal aus Eberbach werden? Wie soll sich die Stadt entwickeln und in zehn Jahren aussehen?

Grüße vom Buerger-


Von Stefan Klein (27.09.20):
Hallo heidod, ich würde mir wünschen, Sie würden die persönlich Spitzen gegen mich weg lassen (zumal Sie sich selbst nicht persönlich zu erkennen geben), aber ich lese auch daraus, dass Sie das Thema genau so aufwühlt wie mich, nur eben aus einem anderen Blickwinkel. Zumindest darin haben wir also eine Gemeinsamkeit. Da ich davon ausgehe, dass Sie gut informiert sind, werden Sie es wissen, aber für die anderen Leser möchte ich kurz noch ergänzen, dass die von Ihnen vertretene Auffassung in der Fachwelt auf fast keine Zustimmung trifft. Wer nach “Konsens Klimawandel” googelt kann zu der Erkenntnis kommen, dass sich 97% der Klimaforscher einig sind, nur 3% widersprechen. Wie das zu werten ist, muss jeder selber entscheiden. Persönlich gehe ich in Fragen, in denen ich kein Fachmann bin, nach der Mehrheit. Wenn mir 97 Ärzte nach Untersuchung sagen, ich habe eine gefährliche Krankheit und brauche eine Behandlung und 3 sagen, das sei völlig aus der Luft gegriffen, dann wäre mir das Risiko zu groß, gegen Rat der 97 zu entscheiden. Auch wenn ich sehr froh wäre, wenn Sie Recht hätten, heidod.

Von heidod (24.09.20):
Dieses Klima-Getue ist dich ein ideales Spielfeld für Wichtigtuer: Das Klima auf der Erde ist seit Millionen von Jahren schon immer einem langsamen aber stetigen Wandel unterworfen - das war schon so, als es noch keine Menschen gab, und es wird - unabhängig von Schwätzern wie einem Herr Klein - auch auf alle Ewigkeit so bleiben. nur zur Erinnerung: Deutschland war zu Zeiten der Eiszeit zu ca. 2/3 von einer dicken Eisschicht bedeckt, und es herrschte Dauerfrost. Als die aufgrund des damaligen massiven Klimawandels entstanden ist und Europa langsam immer kälter und eisiger wurde, so dass jegliches Leben aufgrund des Temperatur-Rückgangs untergegangen ist , da gab es den Klein hier zum Glück noch nicht, sonst hätte er auch schon damals wie ein Schildbürger versucht, das Schmelzen des Eises in jetzigen Europa zu verhindern wie er sich heute einbildet, den Temperaturanstieg verhindern zu müssen.

Von Stefan Klein (22.09.20):
Lieber Buerger, es freut mich, dass Sie dem Ziel der Klimainitiative (für die ich mich engagiere) grundsätzlich zustimmen. Bitte gestatten Sie, dass ich widerspreche, das Ziel sei “nett, aber wenig konkret”. Das Ziel ist sehr konkret. 2035 ist ein klarer Zeitpunkt. klimaneutral ist ein messbarer Zustand. Das ist weitaus konkreter als das übliche “Wir müssen etwas tun”. Das Ziel sagt genau wieviel und bis wann. Konkreter geht es kaum für ein Ziel.

Aber ich denke, ich verstehe schon, was Sie meinen. Vermutlich beziehen Sie sich eher auf die konkreten Maßnahmen, zu denen die Klimainitiative keine Position bezieht (weil sie da offen ist, es geht nicht darum, was passiert, sondern dass etwas passiert und dass genug passiert).
Natürlich braucht es konkrete Pläne, natürlich muss da “nachgelegt” werden. Aber wir müssen ja erstmal wissen, wo wir hinwollen. Die Maßnahmen werden sich deutlich unterscheiden, je nachdem bis wann wir klimaneutral sein wollen. Ein Vergleich: Sie können kein Haus planen, wenn Sie nicht wissen, ob 2, 10 oder 100 Leute darin wohnen sollen.

Die Finanzen sind ein berechtigter Einwand. Doch auch an diesem Punkt sind wir vielleicht noch gar nicht angekommen. Wenn die Stadt schon längst alles gemacht hätte, was auch ohne große Kosten möglich oder gar wirtschaftlich rentabel ist, wären wir bereits weiter als wir sind. Und wenn wir da sind, finden sich vielleicht neue Lösungen. Der Gemeinderat hat gerade die Planung eines neuen Hallenbads beschlossen, ohne zu wissen, wie es finanziert werden kann, aber in der Zuversicht, dass sich das finden wird und dass man erstmal anfangen muss. Die gleiche Zuversicht wünsche ich mir für den Klimaschutz.
Wenn die Situation wirklich anerkannt wird und das Ziel wirklich für gut befunden wird (so wie von Ihnen), dann finden sich Lösungen für manches Problem. Vielleicht nicht für alle. Aber viel mehr Lösungen als bisher. Lassen Sie uns anfangen!

Wenn Sie das vertiefen möchten, melden Sie sich gerne und lernen Sie uns persönlich kennen, Sie erreichen mich über die Klimainitiative (Link oben unter dem Artikel).


Von Buerger (11.09.20):
ich finde das Ziel ja gut, ... aber... wer bezahlt und plant das?

Ist ja nett, aber wenig konkret - nur eine wohl gemeinte Idee ohne Substanz. Würde mich freuen, wenn da noch was nachgelegt wird. Unsere Verwaltung und Finanzen packen es wohl nicht.


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