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Nachrichten > Kultur und Bildung

Außergewöhnliche Musiker auf Odenwald-Höhen


Die "Heebie-Jeebies“. (Foto: Thomas Wilken)

(tom) „Kohü Open“ – nein, das ist kein neues Tennisturnier irgendwo in den Alpen. Dahinter verbirgt sich das südlichste Musikfestival Hessens, organisiert vom in Kortelshütte ansässigen Gitarristen Heiko Plank. Der griff zu, als Bundesfördermittel für die Kultur unters Volk gebracht wurden, und rief die Veranstaltung am Samstag, 24. Juli, ins Leben. Sie findet auf der Festwiese Schwanne oberhalb des Ortes bei freiem Eintritt ab 17 Uhr statt.

Das Festival widmet sich ausschließlich Künstlerinnen und Künstlern der Region. Von Jazz-, Experimental-, Welt- bis Popmusik: Das vielfältige Line-up hält selbst für erfahrene Odenwälder einiges an Überraschungen bereit, verspricht Plank. Der künstlerische Festivalleiter, selbst Komponist und Improvisationsmusiker, ist natürlich auch dabei und spielt seine Musik ausschließlich auf seinem einzigartigen Musikinstrument, der „plank“.

Gleich drei exquisite Duos hat der Kortelshütter in Oberzents südlichsten Stadtteil geholt: Adax Dörsam und Silke Hauck, Ralf Gauck und Astrid Haag sowie Claus Boesser-Ferrari und Jutta Glaser. Adax Dörsam und sein Special Guest Silke Hauck sind beide seit Jahren in der Mannheimer Musikszene etabliert, haben aber noch nie zusammen musiziert. Das geschah zum ersten Mal für das „KulturGut“-Streaming 2021. Und es funkte sofort.

Silke Hauck beherrscht vom Brecht/Weill´schen Duktus bis zum Soul-Crooning und Shouting alle stilistischen Klassen. Adax Dörsam ist ebenso in allen erdenklichen Gitarren-Spielarten zu Hause. Eine faszinierende ausdrucksstarke Stimme ergänzt sich perfekt mit einem variationsreichen Spiel auf seltenen Gitarren.

Claus Boesser-Ferrari geht über die Grenzen seines Instruments hinaus, das er mit großer Dynamik und Expressivität einsetzt. Jutta Glasers virtuoser und ausdrucksstarker Gesang bedient ein breites Spektrum an Farben, Rhythmen und Sounds. Stilistisch ist sie nicht festzulegen und passt in keine Schublade. Als Duo bilden die beiden einen eigenen Klangkörper, dessen Repertoire sich in einem Spektrum zwischen Liedern des 15. Jahrhunderts, Avantgarde-Kompositionen, Pop, Jazz und improvisierten Klangskulpturen bewegt.

Station macht auch das nach Berlin erfolgreich durchgestartete Pop-Duo "Ekaruz" aus Michelstadt. Beide Musiker stehen für Endorphin Pop, entfesselte Elektro-Hymnen sowie Musik für Träumer und Aufwacher. Aus Oberzent sind die „Heebie-Jeebies“ mit Irish Folk dabei. Gitarren, Mundharmonika, Bodhran, Cajon, Tambourin, Shake-Ei und Geige sind die Instrumente, mit denen die Band die Lieder begleitet und untermalt.

Die Musikschule Odenwaldkreis hat ein eigenes Corona-Musical unter dem Titel „Singen verboten“ produziert und stellt es Open-Air vor. Zum Abschluss wird’s feurig: Jongleur und Feuerkünstler Ralf Breitner aus Gammelsbach heizt mit seiner „Jeremy-Show“ ordentlich ein.

Plank wurde vor einiger Zeit auf die Kulturförderung aus Bundesmitteln aufmerksam, erklärt er. Beim Odenwaldkreis rannte er damit offene Türen ein, denn dort bereitete man gerade selbst einige Projekte vor, um daran zu partizipieren. „Somit bin ich Teil der Geschichte geworden“, schmunzelt Plank. Er lobte das „kongeniale Miteinander“ mit dem Landratsamt. Um die erforderlichen 20 Prozent Eigenmittel abzudecken, konnte er einige Sponsoren akquirieren.

Der Musiker stellt das „hervorragende Beispiel“ heraus, wie es laufen kann, wenn alle an einem Strick ziehen. Das gute Zusammenwirken „hat vieles ermöglicht“, betont er. Das war angesichts der knappen Zeit auch nötig. „Alles wurde mit heißer Nadel gestrickt“, erzählt er. Nur drei Wochen hatte er für den Antrag Zeit, der aber schon Künstlernamen sowie Hygiene- und Festivalkonzept enthalten sollte.

Auf die „hervorragende Unterstützung“ aus dem Ort kann der Gitarrist ebenfalls zählen. Die Freiwillige Feuerwehr etwa kümmert sich um die Orga vor Ort und den Brandschutz, der SV übernimmt die Bewirtung. Durch viele andere Akteure abseits der Musik sieht Plank deshalb im Festival nicht nur eine Kulturförderung, sondern auch eine regionale Wirtschaftsförderung.

Ganz ohne Bürokratie geht es allerdings doch nicht. Der Eintritt ist zwar frei, aber durch die zu dem Zeitpunkt geltende Coronaverordnung platzmäßig begrenzt. Gäste müssen außerdem - Stand heute - einen aktuellen Corona-Negativtest vorweisen, genesen oder geimpft sein. Außerdem müssen Besucher ihre persönlichen Kontaktinformationen hinterlassen.

Infos im Internet:
www.kohue-open.de


14.07.21

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