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Nachrichten > Kultur und Bildung

Trio Confluence begeisterte bei den Kunstfreunden Eberbach

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Das Trio Confluence – Barbara Rosnitschek (Querflöte), Horst Düker (Bratsche) und Christian Wernicke (Gitarre) beim 2. Saison-Konzert der Kunstfreunde. (Foto: privat)

(bro) (ga) Querflöte, Bratsche und Gitarre - ein Blas-, ein Streich- und ein Zupfinstrument. Das garantierte maximale Ausschöpfung der Klangfarben. Ein kleines Orchester kondensierte in ein Kammermusiktrio. Der Abend im evangelischen Gemeindehaus in Eberbach hob an mit Bachs Triosonate e-Moll für Orgel. Wer hatte dieses Werk je in solch einer Besetzung gehört? Die drei polyphon geführten Stimmen erklangen gut hörbar und sehr farbenreich auf Flöte, Bratsche und Gitarre verteilt. Barbara Rosnitschek erzeugte durch den Wechsel zwischen Querflöte und Piccoloflöte entzückende Klangeffekte.

Bisweilen mystisch archaischer, häufig verzaubernd erklang Debussys Sonate für Flöte, Bratsche und Harfe. Er schrieb sie am Ende seines Lebens 1915 als ein Meisterwerk. Die arabesken Läufe und Verzierungen, aus denen sich die Melodik aufbaut, das wie zufällig wirkende Zusammenspiel der Instrumente voller agogischer Freiheiten, vor allem aber der zauberhafte Klang verleihen dieser Sonate einen Ausnahmerang im Kammermusik-Repertoire. Anstelle der Harfe stellte Christian Wernicke an der Gitarre das harmonische Gerüst. Der Künstler verriet vorab, dass er aus technischen Gründen einen Ton des Harfenparts mit der Gitarre nicht spielen könne. Es blieb offen, welcher Ton dies war.

Im zweiten Teil des Konzerts ging es unterhaltsam mit Stücken der Gegenwart weiter. Der in Spanien lebende amerikanische Gitarrist und Komponist Ray Sandoval schrieb 2001 ein folkloristisches Stück für eine Kunstausstellung in Los Angeles, wo er damals lebte. Das „Hecho en Califas“, „Made in Califas“ - das ist Slang für „made in California“ – kam in leicht beschwingter Manier daher. Der berühmte brasilianische Gitarrist und Komponist Sergió Assad sagt, sein Stück „Menino“, „Junge“, beschreibt den Jungen in ihm. So unbeschwert kam die Musik auch daher.

Máximo Diego Pujol wurde 1957 in Buenos Aires geboren. Seine musikalische Inspiration wurzelt in seinem Heimatland. „Caballito“ und „Mataderos“ sind Stadtteile der Hauptstadt Argentiniens. In „Buenos Aires color pastel“ verwendet Pujol Tango, -, Milonga- und Murga-Rhythmen. Mit der mitreißenden und pastellfarbenen Musik malte das Trio die Bilder vor das innere Auge der Zuhörenden.

Mit den beiden Zugaben „Seestern“ von Guy Bergeron, einem zeitgenössischen Kanadier, und der bekannten kraftvoll tanzenden Seguidilla aus Bizets Carmen beschloss das Trio den Abend. Sichtlich beschwingt verließ das Publikum den Konzertsaal.

30.10.23

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